Monatsspruch September 2019

Matthäus 16:26

 

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?

 

Aus den Jahren in Perú ist mir eine Illustration aus einem evangelistischen Buch in unvergesslicher Erinnerung geblieben: Ein Schiffsreisender steht an der Reling des Ozeandampfers, der ihn in ein Land bringt, in dem er eine neue Existenz aufbauen will. Er hält einen kostbaren Diamanten in der Hand, der in der Sonne funkelt und wirft ihn hin und wieder in die Luft, um sich an seinem Glanz zu erfreuen. Dieser Diamant ist alles, was er besitzt. Er will ihn in seine neue Existenz investieren. Die Mitreisenden raten ihm, sich von der Reling zu entfernen, aber ohne Erfolg.

 

Ein gefährliches, leichtsinniges Spiel. Man mag nicht an die Konsequenzen denken und den großen Verlust, der eintreten kann. Wer tut so etwas?

 

Leider tun viele Menschen etwas Ähnliches. Sie spielen bewusst oder unbewusst mit dem Kostbarsten, das sie besitzen – ihre Seele.

 

Jesus verwendet hier den Begriff „Seele“ ganz im Sinne des Schöpfungsberichtes aus dem 1. Buch Mose: „Da machte Gott der HERR den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen“. „Lebendiges Wesen“ entspricht dem Ausdruck lebendige Seele. Er beschreibt die Ganzheit eines Menschen, seine Existenz mit allem, was dazu gehört. Daran Schaden zu nehmen, ist ein gefährliches Unterfangen. Denn es ist ja letztlich alles, was ein Mensch besitzt– sich selbst.

 

Die auf Erden angehäuften Reichtümer sind nichts im Vergleich zu diesem kostbaren Gut. „Die Welt gewinnen“, d.h. alles was das Diesseits an Reichtum, Ruhm, Privilegien und Annehmlichkeiten bieten kann, mag hier auf Erden nützlich und erstrebenswert sein – es hat aber keinen beständigen Wert, es ist vergänglich. Niemand kann es in das Leben nach dem Tod mitnehmen. Geplünderte Pharaonengräber und ausgeraubte Grabstätten der Inkas illustrieren überdeutlich, dass die für das Jenseits mitgegebenen Schätze den Begehrlichkeiten der Lebenden zum Opfer fallen.

 

Was ewig bleibt, ist die Seele – die Bibel kennt keine Auslöschung der menschlichen Existenz nach dem irdischen Tod. Das Leben geht weiter. Christen, die in der Heiligen Schrift ihren Glauben und ihr Leben gegründet haben, sind beseelt von dem Wissen, dass ihre Bestimmung das ewige Leben ist, wo alle ihre Bedürfnisse für immer durch ihren Retter und Versöhner Jesus Christus gestillt werden.

 

Um keinen „Schaden an der Seele“ zu nehmen, ist es ratsam, für seine Seele zu sorgen. Hat nicht „Seelsorge“ direkt etwas damit zu tun? Ganz gewiss!

 

Seelsorger sind Menschen, die sich zunächst um die eigene Seele, d.h. die Gesamtheit ihrer menschlichen Existenz für Zeit und Ewigkeit gekümmert haben. Im Glauben und in der Nachfolge Jesu haben sie „den festen Grund gefunden, der meinen Anker ewig hält“, wie es in dem Lied-Klassiker von J. A. Rothe heißt.

 

Seelsorger helfen dann anderen Menschen, keinen Schaden an der Seele zu nehmen, indem sie zum Glauben und Vertrauen auf Jesus einladen, das Evangelium verkündigen, christliche Ethik lehren und praktizieren und im Sinne Jesu ihrem Nächsten dienen.

 

Der kostbare Diamant unserer anfänglichen Illustration darf nicht „über Bord“ gehen. Er ist von unermesslichem Wert und verdient es, bewahrt und beschützt zu werden. Vertrauen wir doch ihn und uns dem an, der gesagt hat: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen“ (Johannes 10:27-28).

 

Darauf können wir fest vertrauen.

 

Es grüßt herzlich

 

Pastor i.R. Herbert Poganatz

Rundbrief Nr. 59

Roquetas de Mar, Advent 2018

 

Liebe Freunde und Förderer unserer Gemeindearbeit in Spanien, liebe Brüder und Schwestern!

 

Während die Adventszeit in Deutschland mit Regen und früh einbrechender Dunkelheit die Sehnsucht nach südlichen Gefilden weckt, sind schon etliche Langzeiturlauber und Dauerresidenten in Roquetas de Mar und genießen die schöneren Wetterverhältnisse und die Zusammenkünfte in der Deutschen Evangeliumsgemeinde. Ein Langzeitgast schreibt:

 

„Gestern war um 16 Uhr Adventliedersingen, und es hat allen Freude gemacht. Schmunzeln mussten wir doch, als der Liedwunsch kam: „Leise rieselt der Schnee“, denn wir haben seit Tagen herrliches Wetter, mittags so um die 20 Grad“.

 

Für die Weihnachtsfeier mit Kaffee und Kuchen werden 120 Besucher erwartet, was für die Mitarbeiter vor Ort eine kräftemäßige Herausforderung bedeutet, auch wenn sie es sehr gerne tun.

 

Im hinter uns liegenden Jahr 2018 konnte die Gemeindearbeit ohne Unterbrechung durchgeführt werden. Dankbar sind wir für den Dienst der Pastoren aus Deutschland, die durchgehend die Gottesdienste, Bibelstunden und sonstigen Veranstaltungen gemeinsam mit den treuen Mitarbeitern vor Ort gestaltet haben. So war das gesamte Jahr über die geistliche und seelsorgerliche Betreuung unserer Gäste gewährleistet.

 

Die musikalische Betreuung in der Hauptsaison

 

Ein besonderer Grund zur Dankbarkeit ist die Tatsache, dass die Gemeinde seit Anfang November eine Pianistin und Chorleiterin hat, die nun von November bis Ende Februar eines jeden Jahres diesen wichtigen Dienst ehrenamtlich in der Hauptsaison verrichtet. Frau Gudrun Walter aus Wetzlar hat auf eine Anzeige der Deutschen Evangeliumsgemeinde verbindlich geantwortet und begleitet die Gemeinde musikalisch für jeweils vier Monate. Dabei wird sie von ihrem Ehemann Herbert begleitet. Vielen Dank dafür!

 

Abschiednehmen

 

Frau Annemarie Schneider, eine langjährige Teilnehmerin an unseren Gottesdiensten und sonstigen Gemeindeaktivitäten, verstarb ganz plötzlich und unerwartet am 8. Oktober im Alter von 88 Jahren in Roquetas de Mar. Annemarie Schneider bleibt vielen Gottesdienstbesuchern durch ihre unkonventionelle und spontane Art in lebhafter Erinnerung. Sie hinterlässt eine Lücke in unserer Gemeinde, gehörte sie doch seit vielen Jahren zum festen Stamm.

 

Dann erreichte uns die Nachricht, dass unsere Schwester Regina Remhof am 23.10.2018 nach kurzer Krankheit in die Ewigkeit gerufen wurde. Gemeinsam mit ihrem Mann Walter hat sie häufig einige Wochen in Roquetas verbracht und in der Gemeinde mitgearbeitet, wo es ihr möglich war. Wir trauern mit ihrem Mann und der Familie um eine liebevolle Ehefrau und Mutter, von der die Familie „nach kurzer, krasser Krankheit“ Abschied nehmen musste.

 

Besetzung des Vorstandes

 

In der letzten Mitgliederversammlung vom Februar 2018 wurde der Vorstand der Deutschen Evangeliumsgemeinde neu besetzt und besteht nun aus folgenden Personen:

 

Herbert Poganatz, 1. Vors.; Erhard Baum, 2. Vors.; Antonio González, Sekretär; Gottfried Schwehn, Schatzmeister; Gisela Laechner, Ella Klingspan und Dr. Ingo Werner, Beisitzer.

 

Die Koordinierung der Dienste der deutschen Pastoren in der Evangeliumsgemeinde hat seit 2017 Pastor i.R. Erhard Baum übernommen. Als langjähriger Leiter der FeG Norddeutschland hat er Kontakt zu vielen Pastoren und kann sie für Einsätze in Roquetas de Mar gewinnen. Dafür sind wir sehr dankbar.

 

Am 11. Februar 2019 wird die nächste Jahreshauptversammlung der Deutschen Evangeliumsgemeinde in Roquetas stattfinden.

 

Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Briefes tun Pastor i.R. Harald Peil und seine Frau Irene den Dienst in Roquetas de Mar. Die Wochen im Dezember sind für das Pastorenehepaar wegen der vielen Aktivitäten mit besonders viel Arbeit verbunden. Wir sind dankbar, dass sowohl dieses erfahrene Ehepaar als auch andere bereit sind, über Weihnachten und Neujahr ohne ihre Familien in Deutschland den Dienst in Roquetas zu tun.

 

Als Vorstand der Deutschen Evangeliumsgemeinde Roquetas de Mar merken wir, dass die Arbeit der Gemeinde, ihrer Mitarbeiter und Pastoren nicht vergeblich ist. Wir wünschen uns, dass vermehrt Menschen den Weg in die Gemeinde finden, um Gottes Wort zu hören und christliche Gemeinschaft zu erfahren.

 

So grüßen wir Sie alle sehr herzlich, verbunden mit aufrichtigem Dank für Ihre bisherige Unterstützung und Treue. Danke für Ihre Gebete, Ihre finanziellen Zuwendungen und Ihre Verbundenheit. Ich erbitte Ihnen und Ihren Familien eine gesegnet Advents- und Weihnachtszeit. Möge der Friede Gottes unser aller Herz erfüllen!

 

Ihr

 

Herbert Poganatz, 1. Vors.

Bericht von Familie Paul

(29.07. - 19.08. in Roquetas de Mar in der Evangeliumsgemeinde)
Soviel Meer und Sonne haben wir noch nie genossen. Spanien ist ein tolles Urlaubsland. Aber vor allem haben wir liebe Geschwister kennengelernt, die uns mit offenen Armen empfangen haben. Auch durften wir erleben, dass neben dem treuen harten Kern auch Urlaubsgäste die Evangeliumsgemeinde zum Sonntagsgottesdienst gefunden haben. Die gastfreundliche, offene Atmosphäre und die Herzlichkeit der Schwestern und Brüder hat uns tief beeindruckt. So wurden wir in die Kunst eingewiesen, Tapas zu genießen und dafür die richtigen Stellen zu finden. Danke, danke für Eure herzliche Aufnahme und die tolle Gemeinschaft. Während unserer Zeit haben wir uns in den Gottesdiensten und Bibelstunden mit Texten aus dem Kolosserbrief beschäftigt. Dabei wurde neu deutlich: Jesus Christus genügt, seine Größe, Liebe und Gnade reichen aus. Religion, die Jesus aus dem Mittelpunkt rückt, macht ihn uns klein. In ihm verwurzelt dürfen wir uns neue Kleider der Liebe anziehen, die er uns immer wieder neu schenken will. Mit ihm selbst sind wir reich beschenkte Leute. Er verbindet uns auch weiterhin.
Herzliche Grüße

Familie Paul

Unser Gastpastor Harald Peil berichtet

Erfahrungen mit und in der Evangeliumsgemeinde Roquetas de Mar vom 14. November 2018 bis 2. Januar 2019.
Harald und Irene Peil.docx
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Kontakte und Beziehungsarbeit im Cafébetrieb

Unsere Gemeinderäume sollen ein Ort der Begegnung sein. In der spanischen Kultur ist ein Café der beste Ort dafür. Wir öffnen täglich und bieten Sprachkurse, Sportaktivitäten, Kaffe und Gemeinschaft an, um die Menschen in Almería kennen zu lernen und ihnen zu dienen.

 

Für den weiteren Ausbau und Betrieb des Gemeinderaums, indem sich Menschen sich wohlfühlen und den Schritt zum Gottesdienst und geistlichen Aktivitäten wagen sollen, brauchen wir noch finanzielle Unterstützung.

 

 

Neue Räume für den Kindergottesdienst

 

Da die Anzahl der Kinder, die sonntags zum Kindergottesdienst kommen plötzlich stark gewachsen ist und wir keinen Kinderraum in der Gemeinde haben, müssen wir mit den Kindern ins Nachbarschaftszentrum laufen. Wir suchen deshalb einen Raum möglichst nah an der Gemeinde, den wir anmieten können, um dort dauerhaft den Kindergottedienst zu veranstalten.

 

 

Unterstützung von Familien aus dem Viertel

 

Durch die Aktivitäten im Café lernen wir jede Woche neue Leute kennen. Es kommen viele Kinder aus sozialschwachen, oft marrokanischen Einwandererfamilien zu uns. Wir möchten den Familien, besonders den Kindern helfen und sie finanziell bzw. mit Lebensmitteln, Kleidung oder Schulmaterialien unterstützen.

 

Danke für eure Unterstützung, Zusammenarbeit und Herzlichkeit!! Gottes Segen und eine frohe Weihnachtszeit!

 

Euer Team aus Almería

 

Antonio, Noemi, Alfonso, Karmen, die FSJler und die ganze Lifepoint Gemeinde

 

Spendenkonto bei der UNICAJA: BIC: UCJAES2M, IBAN: ES37 2103 5755 24 0030004287, Verwendungszweck: Weihnachtsopfer

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Busausflug nach Granada

Am 10. Januar 2019
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Jugendcafé in Almería

Unterstützung für Alfonso und Carmen.
Projekt in Almeria 2017-Kurzbeschreibung
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Alfonso und Carmen sind bereits seit Oktober 2017 im Einsatz und helfen sowohl in der Gemeinde in Almería als auch in der Deutschen Evangeliumsgemeinde Roquetas de Mar mit.

Sie sind sog. "Zeltmacher-Missionare" und bestreiten ihren Lebensunterhalt durch berufliche Tätigkeiten. Für jede zusätzliche Unterstützung dieses sympathischen Ehepaares sind wir dankbar:

 

Spendenkonto in Spanien bei der UNICAJA: BIC: UCJAES2M, IBAN: ES37 2103 5755 24 0030004287

 

Spendenkonto in Deutschland bei der Spar- und Kreditbank, BIC: GENODEM1BFG,

 

IBAN: DE91 4526 0475 0002 1821 00

 

Gottesdienst im August 2018