Am Freitag, den 7. Oktober 2016, ist unser Bruder und ehemaliger Bundessekretär

Wolfgang Dünnebeil

im Alter von 78 Jahren verstorben und in Gottes Ewigkeit eingegangen. Für sein erfülltes Leben sagen wir Gott von Herzen Dank, und zugleich trauern wir mit seiner Frau Christiane, geb. Strauß, den Familien ihrer Kinder Silke, Birgit und Gudrun und erbitten für sie Gottes Trost. Jesus Christus, so bekennen wir, hat dem Tode die Macht genommen. Mit dieser Zuversicht hat Wolfang sein Leben geführt und auch in seiner schweren Krankheitszeit gelebt. Gerade als er wusste, dass er nicht mehr lange zu leben hat, hielt er an diesem Jesus Christus fest, der ihn festhielt.

Wolfgang Dünnebeil wurde am 7. Juni 1938 in Küstrin/Oder (Mark Brandenburg) als zweites Kind der Eheleute Minna und Artur Dünnebeil geboren. Der Vater war Prediger der Landeskirchlichen Gemeinschaft. Somit wurde Wolfgang schon in früherer Kindheit mit dem Evangelium vertraut gemacht.

Von Küstrin verschlug es die Familie in den Kriegswirren nach Berlin, wo sich Wolfgang 1946 als Kind bekehrte. Danach wurde Hamburg die neue Heimat der Familie. Hier empfand er später die Berufung zum Pastor in den vollzeitlichen Dienst. Nach seiner Schulzeit am Gymnasium und dem Beginn des theologischen Studiums an der Universität Hamburg setzte Wolfgang 1958 seine Ausbildung am Theologischen Seminar St. Chrischona/Schweiz fort.

1960 wurde er zum Prediger in die FeG Hamburg mit den Schwerpunkten Hamburg- Eppendorf und Norderstedt berufen. Von Anfang an war Wolfgang davon fasziniert, das Evangelium durch Medien weiterzugeben. Die Telefonkurzpredigten waren sein Metier und wo er war, gründete er solche Initiativen. Der ERF hatte es nicht schwer, ihn als Sprecher zu werben.

In Hamburg heiratete er 1965 seine Frau Christiane und hier wurden auch die beiden Töchter Silke und Birgit geboren.
1968 folgte die Familie einer Berufung in die FeG Essen-Mitte. Zusätzlich zu Gemeinde- und Telefonkurzpredigtdienst erteilte Wolfgang an öffentlichen Schulen Religionsunterricht. Hier wurde 1971 die Tochter Gudrun geboren.

Der Dienstortwechsel nach Solingen kam 1975. Auch dort gründete Wolfgang in Verbindung mit seiner Gemeinde (FeG Solingen-Mitte) die Telefonkurzpredigt und Telefonseelsorge, der er als Leiter 10 Jahre vorstand.
Im Jahr 1987 erfolgte der Dienstortwechsel nach Marburg, in eine damals noch junge Gemeindearbeit. Schon sehr bald, 1991, wechselten die Eheleute nach Witten. Hier

begann für Wolfgang die Arbeit als Bundessekretär mit den Schwerpunkten: Begleitung der Pastoren, Vorsitzender des AKPW, zuständig für Pastoren, Seelsorge, Medien und ACK.

Als Pastor im Ruhestand war er jahrelang zuständig für das Pastorenteam in Roquetas de Mar/Spanien mit Predigtdiensten und organisatorischen Fragen.
Ein tiefer Einschnitt in die Rentnertätigkeit bedeutete die Diagnose Krebs im April 2015. Die Verkündigungsdienste musste jetzt deutlich eingeschränkt werden.

Trotz seiner vielen Aufgaben und neben dem Schreiben von insgesamt fünf Büchern waren ihm seine Hobbys lieb: Amateur-Videofilme, Radfahren, Trampolin und Reisen.

Wir verlieren mit Wolfgang Dünnebeil einen bewährten Bruder, der sich bis zuletzt für Gemeinden engagiert, in Gemeinden gepredigt und für den ERF Andachten gesprochen hat. Wir verlieren ihn, aber er schaut nun, was er geglaubt und verkündigt hat.

 

Herzliche Grüße

Ansgar Hörsting 

Präses
 des Bundes Freier evangelischer Gemeinden